Kontrabass müsste man können!

Mit über 50 noch ein Instrument oder eine neue Fremdsprache lernen - geht das? Ja, das geht. Und einfacher wird es, wenn Sie richtig begeistert sind

Noch einmal etwas Neues lernen

Die Kinder sind aus dem Haus, die berufliche Perspektive ist gesichert. Vielleicht naht auch schon der Ruhestand. Wenn bei Ihnen jetzt der Wunsch auftaucht, endlich mal Italienisch oder Klavierspielen zu lernen: Tun Sie es! Es ist nicht zu spät dafür

Vermutlich ahnte Christopher Scott nicht, was auf ihn einstürmen würde, als er in einer Facebook-Gruppe für Bassisten folgende Frage stellte: „Ich liebe den Klang und das Aussehen eines Kontrabasses und überlege seit langem, ob ich das Instrument lernen sollte. Aber bin ich in meinen Mittfünfzigern nicht zu alt dafür?“ Dann wünschte er sich noch ausdrücklich ehrliche Antworten – und musste nicht lange darauf warten. Nicht weniger als 52 waren es ein paar Stunden später, und der Unterton war unüberhörbar: Ob er noch ganz bei Trost sei, eine solche Frage zu stellen? Selbstverständlich sei er nicht zu alt. Oder habe er geplant, demnächst aus dem Leben zu scheiden?

Ein faszinierender Wortwechsel. Er zeigt, wie sehr wir die Jahre jenseits der 50 fürchten, weil sie sich als Lebensphase ohne echte Perspektive herausstellen könnten. Und wie sehr wir uns zugleich von dieser Vorstellung provoziert fühlen.

Ungeahntes lässt sich erreichen

So wie Christopher Scott ergeht es vielen. Die Kinder sind aus dem Haus, die berufliche oder wirtschaftliche Perspektive ist gesichert, der Ruhestand naht. Viele Menschen entdecken in dieser Phase ihres Lebens alte Leidenschaften neu, Musik, Malerei,...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 4/2018: Die Kunst der Zuversicht
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