Vorwärts leben - Enttäuschungen und Kränkungen überwinden – frei werden für Neues

„Wie konnte er mir das antun?“ „Was habe ich nur falsch gemacht?“ Wenn wir von anderen enttäuscht, betrogen und gekränkt werden, kommen wir oftmals nicht darüber hinweg. Vorwürfe und Selbstanklagen halten die Erinnerung an das Geschehene lebendig und legen einen Schatten auf die Gegenwart. Wie können wir uns befreien?

Vorwärts leben - Enttäuschungen und Kränkungen überwinden – frei werden für Neues

„Wie konnte er mir das antun?“ „Was habe ich nur falsch gemacht?“ Wenn wir von anderen enttäuscht, betrogen und gekränkt werden, kommen wir oftmals nicht darüber hinweg. Vorwürfe und Selbstanklagen halten die Erinnerung an das Geschehene lebendig und legen einen Schatten auf die Gegenwart. Wie können wir uns befreien?

Die Scheidung war schrecklich! Eine gute Freundin hat sich als bittere Enttäuschung herausgestellt! Ein begangener Fehler erfüllt einen mit quälender Scham. – Schlimme Erfahrungen wie diese sind unvermeidlich. „Wir kommen nicht unverletzt durchs Leben“, schreibt die Theologin und Philosophin Melanie Wolfers. Manches Erlebte können wir relativ schnell abhaken, über andere Geschehnisse wächst mit der Zeit das Gras. Doch dann gibt es Handlungen und Worte von anderen, die uns nachhaltig beschäftigen und einen langen Schatten auf unser Leben werfen. Die Erinnerung daran werden wir nicht los. Immer wieder grübeln wir über das, was passiert ist; immer wieder hadern wir mit dem Menschen, der uns verletzt, gekränkt, betrogen hat. Wellen der Wut schwappen dann über uns hinweg, wir entwerfen wie ein Staatsanwalt regelrechte Anklageschriften und ergehen uns in Rachefantasien. Die Erinnerungen an Verletzungen, Demütigungen oder unerledigte Konflikte dringen immer wieder in unsere Tagträume ein, in Endlosschleifen durchleben wir längst zurückliegende Ungerechtigkeiten und Niederlagen. „Die Schatten der Vergangenheit trüben den Blick für die Gegenwart. Stück für Stück verlieren wir innere Leichtigkeit, Lebensfreude und Liebesfähigkeit“, beschreibt Melanie Wolfers die Folgen.

Warum quälen wir uns so? Warum können wir die Vergangenheit nicht einfach ruhen lassen? Es ist der starke Wunsch, vergangenes Unglück irgendwie wiedergutzumachen, der uns Kränkungserlebnisse immer wieder ins Bewusstsein bringt. Dieser Wunsch zwingt uns, über Versäumtes oder Erlittenes zu...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 3/2015: Vorwärts Leben
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