„Wir sind abgeschnitten vom Rest der Menschheit“

Sechs Menschen, zwölf Monate, eine Mission: Das US-Forschungsprogramm HI-SEAS simuliert das Zusammenleben in einer Marsstation. Unter den Teilnehmern des aktuellen Projekts ist auch die Deutsche Christiane Heinicke.

Frau Dr. Heinicke, Sie leben seit August 2015 in einer besonderen Wohngemeinschaft: Zusammen mit fünf anderen Wissenschaftlern bevölkern Sie für ein Jahr eine simulierte Marsstation auf Big Island, der größten hawaiianischen Insel. Wie außerirdisch fühlt sich Ihr Leben derzeit an?

Nun, es fühlt sich nicht an, als wären wir auf einem anderen Planeten, denn wie in Deutschland gibt es hier Wolken, Wind und blauen Himmel, die wir auch aus unserem einzigen Fenster sehen können. Dafür wirkt die vegetationslose Vulkanlandschaft von Hawaii umso fremdartiger. Dazu kommt die geografische und soziale Isolation: Wir sind definitiv weit weg von allem Geschehen daheim. Da macht es keinen Unterschied, ob 50 Millionen oder nur 50 Kilometer dazwischen liegen – wir sind abgeschnitten vom Rest der Menschheit.

Sie und Ihre fünf Mitbewohner sollen über die Dauer Ihres Aufenthalts unter möglichst ähnlichen Bedingungen leben, wie es Astronauten auf Marsmission tun würden. Was bedeutet das?

Wir wohnen in einem kuppelförmigen Habitat, das wir nur in Raumanzügen verlassen können. Das Habitat steht am Hang des Vulkans Mauna Loa inmitten ausgedehnter, praktisch vegetationsloser Lavafelder, fernab der Zivilisation. Jeglicher Kontakt mit der Außenwelt ist auf E-Mails beschränkt, die wegen des großen Abstands zwischen Mars und Erde 20 Minuten lang zu uns unterwegs sind. Die letzte Person, die wir von uns einmal abgesehen in natura gesehen...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 6/2016: Drüber stehn!
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