"Vieles bleibt unsagbar"

Der holländische Schriftsteller Gerbrand Bakker litt jahrzehntelang an einer schweren Depression. Mit seinen Büchern berührt er Leser weltweit.

Der niederländische Schriftsteller Gerbrand Bakker. ©Isolde Ohlbaum/laif

„Vieles bleibt unsagbar“

Der holländische Schriftsteller Gerbrand Bakker litt jahrzehntelang an einer schweren Depression. Schreiben konnte er dennoch. In seinen Romanen nehmen Themen wie Rückzug, Einsamkeit und Schuldgefühle stets einen zentralen Platz ein – und berühren Leser weltweit

Einen üppig blühenden Garten hat Gerbrand Bakker rund um sein Haus in der Eifel gestaltet, mit Terrassenbeeten aus Naturstein, bunten Stauden und einer selbstgebauten Vogelfutterstation. „Als ich ankam, war hier nichts außer Gras und Wildnis“, sagt der 56-Jährige, der diplomierter Gärtner ist. Einige Jahre arbeitete er in dem Beruf, bevor er Sprachwissenschaften in Amsterdam studierte, Wörterbücher verfasste und irgendwann auch anfing, Romane zu schreiben. Diese haben international Aufsehen erregt, Gerbrand Bakker erhielt mehrere renom­mierte Literaturpreise, etwa den Independent Foreign Fiction Prize. Sein bekanntester Roman Oben ist es still wurde in 35 Sprachen übersetzt und ist verfilmt worden.

Wer Bakkers letztes Buch Jasper und sein Knecht gelesen hat, der erkennt im Garten in der Eifel einiges von dem wieder, worüber Bakker dort erzählt. Denn in diesem zum Teil autobiografischen Buch, das aus literarischen Tagebucheinträgen besteht, hat Bakker den Kauf des Hauses im Jahr 2012, den Bau der Vogelfutterstation und andere Schritte bei der Gartengestaltung genau beschrieben. Ebenso präzise hat er seinen Gemütszustand...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 2/2019: Zwischen Liebe und Pflichtgefühl
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