Mit einem echten Boden

Als Portier erhält Clemens Setz immer wieder Besuch von einem alten Mann, der rätselhafte Satzfragmente ausstößt. Was will er mitteilen?

Der Schriftsteller und Übersetzer Clemens J. Setz wurde 2021 mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet und erkundet in seinen Texten menschliche Grenzbereiche.
Die Arbeit als junger Erwachsener in einem Institut für Menschen mit Behinderung ist ihm besonders im Gedächtnis geblieben, auch weil er sich häufig peinlich benahm, sagt Clemens J. Setz. © Mafalda Rakoš

Es war das Jahr, in dem meine Seele, oder was immer man da in sich heranzüchtet, am lebendigsten war. Die mühsame und abwechslungslose Schulzeit war überstanden und etwas vollkommen Neues begann: Arbeit in einem Institut für Menschen mit verschiedenen Behinderungen.

Ich war ein sakkotragender, altkluger, äußerst überheblicher Achtzehnjähriger, der viel zu viel las und auswendig wusste. Ich ging allen auf die Nerven. Einmal steigerte ich mich aufgrund der auffallenden Gesichtszüge eines…

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 10/2021: Zeit finden
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