Alles bleibt anders

Dossier Beruf & Leben: Die Arbeitswelt hat sich flexibilisiert – und der Wandel verlangt uns viel ab. Wie gelingt es, dem Neuen offen zu begegnen?

Wie geht man am besten damit um, wenn permanente Veränderungen im Beruf einen durcheinanderwirbeln? © Anton Hallmann / Sepia

Alles bleibt anders: Über den Umgang mit Veränderungen im Beruf

Umstrukturierung im Team, Ende des Zeitvertrags, Umzug ins Großraumbüro: Die Arbeitswelt hat sich flexibilisiert – und der ständige Wandel verlangt uns einiges ab. Wie gelingt es uns, dem Neuen offen zu begegnen?

Eigentlich hat Lea Haustein (Name geändert) ihren Job als Referentin bei einem großen Bildungsträger immer gern gemacht. Doch irgendwann fühlte sich die Diplompädagogin nur noch müde. Nicht von der Arbeit selbst, sondern von den vielen Umbrüchen im Unternehmen. Innerhalb eines Jahres gab es erst eine Fusion mit einem anderen Verband, mit neuen Chefs und Kollegen, dann einen Umzug in ein Gebäude am anderen Ende der Stadt und außerdem eine veränderte Aufgabenverteilung. Kurz darauf wurde das gerade bezogene Gebäude umgebaut. Nun arbeitet Haustein, die bisher ein Einzelbüro hatte, in einem Großraumbüro. Ihren Hund darf die 41-Jährige auch nicht mehr mitbringen.

Als einige Wochen später per Hausmitteilung angekündigt wurde, dass zeitnah umfangreiche Neuerungen der Computersysteme und entsprechende Schulungen anstünden, fühlte sich Haustein, als hätte jemand bei ihr den Stecker gezogen, „machtlos und resigniert“. Außerdem war sie wütend auf ihren Arbeitgeber, hatte kaum noch Lust, sich anzustrengen. Doch einen direkten Schuldigen fand sie auch nicht: Schließlich hatte man den Mitarbeitern erklärt, wie wichtig all die Veränderungsmaßnahmen seien, wenn man wettbewerbsfähig bleiben wolle. Dennoch war die Pädagogin unzufrieden: „Ich fühlte mich wie ein Spielball, der hin- und hergeworfen wird“, sagt Haustein. „Das kann doch kein Dauerzustand sein.“

Wir stecken mittendrin

Tatsächlich ist das Arbeitsleben vieler Menschen mittlerweile häufig von Wandel und Wechsel bestimmt. Das sieht man allein daran, dass seit einem Jahrzehnt der Umgang mit Veränderungsprozessen zu den meistdiskutierten Themen in Personalabteilungen, auf...

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