Umgang mit dem Tod: „Bin ich eiskalt oder abgestumpft?“

Ein Mann fällt vom Dach, ein Kind stirbt beim Verkehrsunfall: Eine Brandmeisterin und Notfallsanitäterin über den Umgang mit dem Tod im Beruf.

Eine Feuerwehrfrau mit Helm und Schutzkleidung im Einsatz
Als Feuerwehrfrau wird man regelmäßig mit dramatischen Schicksalen und dem Tod konfrontiert. © gorodenkoff/Getty Images

Ich war bei einer Freundin zum Kaffeetrinken, als ihr Mann vom Dach fiel. Acht Meter in die Tiefe. Ich habe sofort Erste Hilfe geleistet. Später hat die Freundin zu mir gesagt: „Es war, als wenn du einen Schalter umlegst. Du warst nicht mehr die Person, die ich kenne.“ In so einem Moment kann ich nicht denken: Da liegt Gregor. Sonst könnte ich nicht helfen. Im Einsatz habe ich gelernt, meine Gefühle auszuschalten. Die Arbeitsschritte sind standardisiert, daran halte ich mich fest. Erst…

Sie wollen den ganzen Artikel downloaden? Mit der PH+-Flatrate haben Sie unbegrenzten Zugriff auf über 2.000 Artikel. Jetzt bestellen

Artikel zum Thema
Gesundheit
Anke Ehlers entwickelt Verfahren, die sich mit traumatisierende Erfahrungen auseinandersetzen und den Patienten eine Rückkehr ins Leben ermöglichen.
Gesundheit
Moralische Werte von Soldatinnen und Soldaten werden im Einsatz oft verletzt, berichtet Oberstarzt Peter Zimmermann vom Bundeswehrkrankenhaus Berlin
Leben
Rezension: Wir sollten uns mit unserer Sterblichkeit versöhnen, meint Barbara Ehrenreich in ihrem Buch
Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 2/2023: Du manipulierst mich nicht
Anzeige
Psychologie Heute Compact 72: Neuanfänge