Weiß das Netz, wer zu mir passt?

Millionen von Deutschen suchen einen Partner per Internet. Die großen Datingbörsen arbeiten mit Erkenntnissen aus Persönlichkeitspsychologie und Beziehungsforschung. Aber liefern sie deshalb zuverlässige Ergebnisse? Findet man im Netz den richtigen Mann, die richtige Frau?

Weiß das Netz, wer zu mir passt?

Millionen von Deutschen suchen einen Partner per Internet. Die großen Datingbörsen arbeiten mit Erkenntnissen aus Persönlichkeitspsychologie und Beziehungsforschung. Aber liefern sie deshalb zuverlässige Ergebnisse? Findet man im Netz den richtigen Mann, die richtige Frau?

Die Idee für das online-matching existiert schon seit 2400 Jahren; im Grunde fehlte dem Philosophen Platon zur Umsetzung nur noch das Internet. Sein Dialog Das Gastmahl erzählt dazu folgende Geschichte: Einst lebten wir als Doppelwesen, halb Mann, halb Frau. Dann jedoch sei Zeus neidisch auf uns geworden, und so „schnitt er die Menschen entzwei, wie wenn man Beeren zerschneidet, um sie einzumachen“. So entstanden Liebe und Sehnsucht. „Wenn nun dabei einmal der liebende Teil (…) auf seine wirkliche andere Hälfte trifft, dann werden sie von wunderbarer Freundschaft, Vertraulichkeit und Liebe ergriffen und wollen, um es kurz zu sagen, auch keinen Augenblick vonein­ander lassen.“ Wir wandeln nun also als halbierte Existenzen über die Erde und suchen unser Gegenstück, jenes einmalige Puzzleteilchen, das genau zu uns passt und das wir verloren haben vor ewigen Zeiten.

Partneragenturen im Netz erzählen uns heute eine ganz ähnliche Geschichte. Ihre Versprechen unterscheiden sich kaum voneinander. Wen gibt es auf diesen Datingportalen zu finden? Den Partner, der „wirklich zu Ihnen passt“ (match.com), Singles, die „perfekt zu Ihnen passen“ (eDarling),...

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