Der Ex-Faktor

Vergangene Partnerschaften beeinflussen unser Beziehungsleben. Wer sie reflektiert, kann an den Erfahrungen wachsen.

Die Illustration zeigt eine Person, die eine andere Person küsst. Dahinter stehen noch andere Personen, die die Lippen schürzen
Auch wenn man jetzt jemand anderen küsst: Ex-Partner bleiben oft noch lange im Hinterkopf und beeinflussen uns © Karsten Petrat

Dass die sechs gemeinsamen Jahre sie verändert hatten, wurde Klara Zeiler* nicht bewusst, als sich ihr Freund von ihr trennte. Auch nicht, als sie danach mit der Männerwelt haderte und sich fragte, ob sie sich jemals auf eine neue Beziehung würde einlassen können. Wie tief die Spuren waren, verstand die 33-Jährige erst, als sie wieder ernsthaft liebte – und sich dabei selbst nicht verstand. Markus, ihren ersten Freund, hatte sie mit 17 kennengelernt. Nach einer Phase der rauschhaften Liebestaumelei und der romantischen Versicherungen begann, was Klara rückblickend „eine ewige Zermürbung“ nennt. „Ständig kritisierte er an mir herum und zog unsere Beziehung in Zweifel. Er gab mir das Gefühl, nicht gut genug für ihn zu sein und permanent kurz davor zu stehen, verlassen zu werden.“ Zu unattraktiv, zu dumm, zu klein fühlte sich Klara bald. Mit Folgen: „Ich war total eifersüchtig, kontrollierte sein Handy und klammerte extrem. Gleichzeitig tat ich alles dafür, um ihm zu gefallen. Irgendwann konnte ich mich selbst überhaupt nicht mehr leiden.“ Trotzdem war es nicht sie, die irgendwann den Schlussstrich zog. Markus trennte sich von ihr – für eine andere Frau.

Zehn Jahre später ist Klara Zeiler verheiratet und Mutter einer vierjährigen Tochter. „Nach der Erfahrung mit meinem Ex-Freund habe ich bewusst nach einem lieben, treuen Partner gesucht“, sagt sie, „und einen gefunden.“ Zurückhaltend, einfühlsam und ruhig sei ihr Mann Philipp, das Gegenteil…

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 12/2018: Der Ex-Faktor
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