Angst vor dem Date

Manche Menschen gehen romantischen Verabredungen und Flirts aus dem Weg. Sie haben Angst, andere zurückzuweisen und zu enttäuschen.

Die Angst vor einem Date sei eine in der Forschung oft übersehene Form der sozialen Angst, schreiben zwei Forscher und eine Forscherin in einer kleinen Studie. Diese zeigt: Wer darunter leidet, fürchtet sich in der Regel nicht nur davor, zurückgewiesen zu werden, sondern hat darüber hinaus Angst, selbst zurückweisen zu müssen – vermutlich weil Erwartungen anderer dabei nicht erfüllt werden und dies als sozial inakzeptabel gilt.

Die Psychologin und die Psychologen sehen in Dating-Angst einen wichtigen Bestandteil der sozialen Angst, die bei starker Ausprägung das psychische Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen kann. Dies gelte gerade für die Angst vor dem Kennenlernen. Ohne Letzteres kommen Beziehungen aber nun mal gar nicht erst zustande.

Ob die Angst, abgelehnt zu werden oder andere zurückweisen zu müssen, die einzigen Facetten der Dating-Angst sind, bleibt offen. Dazu könne auch die Furcht vor Intimität und Nähe oder vor zu viel Verbindlichkeit gehören, so die Autorin und die Autoren.

Artikel zum Thema
Gesundheit
Starke und langfristige Ängste können der Kindesentwicklung schaden. Viele Kinder sind im sozialen Kontext unsicher. Spielerische Therapie kann helfen.
Beruf
​Dossier Beruf & Leben: Viele Menschen haben am Arbeitsplatz mit Ängsten zu kämpfen. Wann wird die Angst zum Hindernis? Und was können Betroffene tun?
Leben
Im Interview erklärt Michael Slepian, waurm Geheimnisse uns so quälen. Immerhin hat jeder eins.
Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute Compact 73: Beziehungsfähig
Anzeige
Psychologie Heute Compact 77: Innere Ruhe