Neurospiele

Vom Sinn und Unsinn elektronischer Hirntrainer für den Hausgebrauch

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Vom Sinn und Unsinn elektronischer Hirntrainer für den Hausgebrauch

Die Natur hat den Menschen mit einem ausdrucksvollen Gesicht ausgestattet, doch manche Dinge können wir nicht: die Ohren spitzen zum Beispiel. Doch Abhilfe naht. Wie wäre es mit einem Paar flauschiger Katzenohren, die hochstehen, wenn Sie wach und aufmerksam sind, bei Müdigkeit herabhängen und bei Aufregung wackeln? Dann wüsste jeder gleich, wie es Ihnen geht, und könnte sich darauf einstellen. Kein Problem, die Firma Neurowear liefert die Brainwave Cat Ears wahlweise in Schwarz oder Rosa.

Ermöglicht von den Fortschritten der EEG-Technik, drängen derzeit immer neue technische Spielereien rund ums Gehirn, neudeutsch: Neurogadgets, auf den Markt. Mit deren Hilfe, so versprechen die Hersteller, können die Träger ihr Denkorgan besser kennenlernen und optimal nutzen.

Headsets wie MindWave der Firma NeuroSky oder Emotiv Insight des Herstellers Emotiv schmiegen sich futuristisch elegant an Stirn, Hinterkopf und Ohrläppchen. Ihre Elektroden registrieren unterschiedliche Hirnzustände wie Konzentration, Anspannung, Interesse oder Aufregung. Damit kann der Nutzer feststellen, wie gut er sich beim Meditieren oder beim Lösen von Rechenaufgaben konzentriert. Entwickler von Lernsoftware sehen so, an welchen Stellen den Probanden die Konzentration abhanden kommt. Mit dem bewussten Wechsel zwischen Vorstellungsbildern, die deutlich unterscheidbare EEG-Signale produzieren, kann man virtuelle Tiere durch virtuelle Wälder jagen und mit einem Blinzeln die Flinte abdrücken.

Es geht aber auch anspruchsvoller: Mit den Ableitungen vom eigenen Gehirn lassen sich unterschiedliche Geräte steuern, vom Schreibprogramm über Spielzeug­hubschrauber bis zum Rollstuhl. Und auch die Kunst hat das EEG entdeckt: Die in New York arbeitende Künstlerin Lisa Park verknüpfte die...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 3/2015: Vorwärts Leben
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