Evas Erbe

Psychologie nach Zahlen: 6 Gründe, warum es gut ist, neugierig zu sein.

Keineswegs nur Sünde – Neugier hat viele Vorzüge. © Till Hafenbrak

Evas Erbe

6 Gründe, warum es gut ist, neugierig zu sein

Das Thema Neugier beschäftigt die Menschheit seit Adam und Eva, seit nämlich Letztere unbedingt einen Apfel vom Baum der Erkenntnis essen wollte. Doch erst in jüngster Zeit hat die Wissenschaft begonnen, sich mit der Neugier genauer zu befassen – und ihre Vorzüge zu erkennen:

1 Langeweile vertreiben

„Das Heilmittel gegen Langeweile ist Neugier. Gegen Neugier gibt es kein Heilmittel.“ Ob das, wie kolportiert, die Schriftstellerin Dorothy Parker oder jemand anders gesagt hat, ist unklar. Klar ist, dass die Feststellung ins Schwarze trifft. Neugier kann selbst langweilige Aufgaben interessant machen. Der amerikanische Psychologe Todd Kashdan erzählt von einem Mann, dessen Arbeit darin bestand, Kartoffelchips auszusortieren, die nicht perfekt geformt waren. Er machte aus dieser stumpfsinnigen Aufgabe ein Spiel, indem er neugierig erkundete, was sonst noch in den Chips stecken könnte. So sammelte er Exemplare, die Prominenten ähnelten (etwa den Silhouetten von Elvis Presley oder Marilyn Monroe). Neugier trägt zu unserer Unterhaltung bei. Was macht Geschichten, ob in Büchern, Film oder Fernsehen, so interessant? Fast immer ist es die Neugier, wie es weitergeht, die uns bei der Stange hält. Deshalb bauen Erzähler am Ende des Kapitels oder der TV-Serienfolge gern eine überraschende Wendung oder einen Cliffhanger ein.

2 Den Horizont weiten

Neugier ist die treibende Kraft bei Innovation, Wissenschaft und Fortschritt. Einstein stellte sicher sein Licht unter den Scheffel, als er erklärte: „Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig.“ Gleichwohl ist Wissensdurst...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 3/2018: Heilkraft Meditation
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