Tierisch klug

Viele Tiere können viel mehr, als wir ihnen bislang zugetraut haben. Erst allmählich beginnt die Kognitionswissenschaft herauszufinden, wie weitreichend ihre geistigen Fähigkeiten sind. Was bedeutet das? Löst sich der prinzipielle Unterschied zwischen Mensch und Tier langsam auf?

Tierisch klug

Viele Tiere können viel mehr, als wir ihnen bislang zugetraut haben. Erst allmählich beginnt die Kognitionswissenschaft herauszufinden, wie weitreichend ihre geistigen Fähigkeiten sind. Was bedeutet das? Löst sich der prinzipielle Unterschied zwischen Mensch und Tier langsam auf?

Tiere sind erstaunlich klug. Zahlreiche Arten verfügen über verblüffende geistige Fähigkeiten, die erst langsam entdeckt werden. Und es gibt nur einen einzigen Grund für diese späte Entdeckung: Viele Jahrhunderte lang hat man Tieren einfach nichts zugetraut. Einige Beispiele für tierische Klugheit: Schimpansen haben eine Idee davon, was im Kopf ihrer Artgenossen vor sich geht, und sie verfügen ansatzweise über ein Verständnis von Ursache-Wirkung-Zusammenhängen. Auch Krähen sind besonders intelligente Tiere. Sie nutzen zum Beispiel Drähte, die sie gezielt verbiegen, um an Futter zu kommen. Eichhörnchen legen systematisch Vorräte an. Grüne Meerkatzen verwenden drei verschiedene Alarmrufe, um vor Leoparden, Schlangen und Adlern zu warnen; jeder Alarmruf löst dabei ein unterschiedliches Verhalten aus. Viele Menschenaffen gebrauchen Gesten, um zu kommunizieren, und sie können in einem erstaunlichen Maß Zeichensprache erlernen und verwenden.

Tierische Kognition ist ein faszinierendes Forschungsfeld, das sich schnell weiterentwickelt. Jeden Tag entdecken Kognitionswissenschaftler und Verhaltensforscher neue Fähigkeiten dort, wo man sie kaum vermutet hätte. Hätten Sie gedacht, dass frisch geschlüpfte Hühnerküken einfache Rechenaufgaben wie 32=1 lösen können? Oder dass der Bonobo Kanzi nur durch Zuschauen gelernt hat, einen Bildschirm mit mehr als 200 willkürlich ausgewählten Wortsymbolen, sogenannten Lexigrammen zu bedienen? Das alles ist sehr erstaunlich und gibt uns einen guten Grund zu Bescheidenheit und Vorsicht. Vor allem aber zwingen diese Erkenntnisse uns dazu, eine Frage zu stellen, die in früheren Zeiten absurd gewirkt hätte: Können Tiere denken?

Heute käme niemand mehr auf die Idee, Tiere für lebendige Maschinen zu halten und sie mit einem aufgezogenen Uhrwerk zu vergleichen, wie René Descartes es im 17. Jahrhundert getan hat. Doch eine dualistische Weltsicht, die zwischen Geist und Körper scharf trennt, hat lange verhindert, dass über den Geist der Tiere nachgedacht wird.

Wenn man sich die Frage stellt, ob Tiere denken können, geht es aber immer nur zum Teil um tierische Kognition. Mindestens genauso spannend ist, was geistige Leistungen von Tieren über uns selbst verraten. Selbstverständlich ist, dass Menschen Lebewesen sind – aber sind wir deshalb auch Tiere? Bis Darwin 1859 sein epochemachendes Werk Über die Entstehung der Arten veröffentlichte, galt es als selbstverständlich, dass sich Tier und Mensch prinzipiell voneinander unterscheiden. Aber seit klar ist, dass die Art „Mensch“ sich vor etwa sechs Millionen Jahren von Vorfahren abgespalten hat, die sie mit den heutigen Menschenaffen teilt, ist es schwieriger geworden. Philosophen haben auch im 20. Jahrhundert gerne noch von der „Sonderstellung des Menschen“ gesprochen, und in der Theologie galt es ohnehin als ausgemachte Sache, dass sich der Mensch als Geschöpf Gottes grundsätzlich von allen anderen Lebewesen abhebt. Heutzutage aber sehen viele Menschen diese Gattungsschranke als durchlässiger an.

Das zeigt sich an vielen scheinbar bedeutungslosen Kleinigkeiten, beispielsweise daran, dass Haushunde immer öfter Menschennamen erhalten. Der Hund eines Nachbarn heißt „Sophie“, was immerhin griechisch für „Weisheit“ steht. Früher hießen Hunde „Hasso“ oder „Bello“ – diese Namen sind quasi ausgestorben. Und natürlich ist auch die Zunahme von vegetarischen und veganen Ernährungsformen ein Zeichen dafür, dass viele von uns Tiere mit anderen Augen sehen als früher. Menschen, so zeigt sich in vielem immer deutlicher, sind Organismen, und das schafft eine grundlegende Gemeinsamkeit zwischen uns und den anderen Geschöpfen. Dennoch gibt es einen prinzipiellen qualitativen Unterschied zwischen Mensch und Tier.

Zwar sind Menschen und Tiere einander viel ähnlicher, als lange geglaubt, und alles, was „uns“ von „ihnen“ unterscheidet, hat sich in einem langen Evolutionsprozess aus gemeinsamen Vorfahren entwickelt. Doch die menschliche Lebensform ist einzigartig: Auch Tiere können zwar denken – wenn man Denken mit intelligentem Verhalten gleichsetzt –, aber nur Menschen verfügen über Sprache, können nachdenken und leben in einer gemeinsamen Welt kultureller Bedeutungen. Dieser Unterschied ist nicht quantitativ, er macht aus Menschen Wesen einer besonderen Art.

Diese Besonderheit zeigt sich zum Beispiel auch darin, dass wir moralische Verantwortung für unseren Umgang mit Tieren übernehmen können. Umgekehrt gilt das nicht. Die Menschenaffen, deren Verhalten wir so spannend finden, würden wir niemals in einer Fußgängerzone frei herumlaufen lassen, geschweige denn die Raubtiere, deren Gefährlichkeit einen besonderen Kitzel für Zoobesucher darstellt. Sie sind nun mal keine moralisch verantwortlichen Wesen. Menschen verhalten sich leider auch nicht immer so, aber sie können und sollten es, während es absurd wäre, von einem Schimpansen etwa gerechtes Verhalten zu erwarten.

Wenn wir „Denken“ im Sinne von „Intelligenz“ verwenden, sind die Belege überwältigend, dass viele Tierarten sehr schlau sind. In einigen Fällen erscheinen sie sogar schlauer als Menschen. Beeindruckend ist der 17-jährige Schimpanse Ayumo, der darauf trainiert ist, bunt durcheinander gewürfelte Ziffern auf einem Touchscreen durch Antippen in die richtige Reihenfolge zu bringen. Er kann das schneller als jeder Mensch, der bisher getestet wurde. Am meisten verblüfft aber ein Versuchsaufbau, den Victoria Horner an der Universität von St. Andrews in Schottland entwickelt hat (Video unter www.youtube.com/watch?v=JwwclyVYTkk).

Dabei zeigt man Kindern und Schimpansen eine black box aus Plastik, an der verschiedene Klappen und Schieber angebracht sind. Dann führt die Versuchsleiterin eine Reihe von Operationen aus, zum Beispiel Stochern und Ziehen, und holt schließlich im letzten Schritt aus einer Schublade der Kiste eine Belohnung. Kinder und Schimpansen lernen rasch, die Schritte in der richtigen Reihenfolge auszuführen und so an die Belohnung zu gelangen. Im nächsten Schritt wird die vorher nicht einsichtige Box durch eine identisch geformte durchsichtige ersetzt. Es ist nun leicht zu erkennen, dass die verschiedenen Aktivitäten, die ausgeführt wurden, ganz überflüssig sind: Sie bewirken nichts, und man kann einfach sofort die Schublade mit der Belohnung öffnen. Den Probanden wird wieder die Schrittfolge vorgeführt, und nun geschieht etwas Verblüffendes: Während die Schimpansen die überflüssigen Schritte jetzt weglassen und sich direkt die Süßigkeit holen, führen die Kinder Schritt für Schritt alles so aus wie vorher und kommen viel umständlicher an ihre Belohnung.

Das Experiment ist auf ähnliche Weise in den verschiedensten Weltgegenden durchgeführt worden, immer mit demselben Resultat. Sind Schimpansen also klüger als Vorschulkinder? Nein. Die meisten Forscher gehen davon aus, dass Kinder und Schimpansen die Situation ganz unterschiedlich verstehen. Für die Schimpansen geht es darum, die Süßigkeit zu bekommen. Deshalb wäre es aus ihrer Sicht ausgesprochen dumm, bei der durchsichtigen Box den unnötigen Aufwand zu betreiben. Für die Kinder aber ist die Süßigkeit der Lohn am Ende eines Spiels, das sie mit dem erwachsenen Versuchsleiter gemeinsam durchführen. Kurz: Sie wollen kooperieren, während die Schimpansen einfach nur auf Futter aus sind. Hier zeigt sich der zentrale Unterschied zwischen menschlicher und tierischer Intelligenz: Menschen leben nicht eingeschlossen in ihrem individuellen Selbst, sie bewegen sich gleichzeitig in einem gemeinsamen, geteilten Bewusstsein, einem sozialen „Wir“.

Aber ist das nicht auch bei vielen sozial lebenden Tieren der Fall, die doch ebenfalls kooperieren, zum Beispiel bei der gemeinsamen Jagd? Darauf hat der Leipziger Anthropologe Michael Tomasello eine Antwort. Er sagt: Ja, Tiere arbeiten auch zusammen, aber sie tun es nur zweckgebunden, und die Kooperation bricht zusammen, wenn es um die Verteilung der Beute geht. Deshalb kann sich kein gemeinsames Bewusstsein ausbilden – Tomasello spricht von shared intentionality. Und dieses gemeinsame Bewusstsein ist die Grundlage für alles, was den menschlichen vom tierischen Geist unterscheidet: Kultur, Sprache, Objektivität und Normativität – vier Faktoren, die zusammengenommen Nachdenken und Reflexion ermöglichen.

1. Kultur

Ansätze von kultureller Überlieferung gibt es auch schon bei Affen. Ein bekanntes Beispiel sind Makakenpopulationen, in denen seit Jahrzehnten eine bestimmte Art, Süßkartoffeln im Meerwasser zu waschen, überliefert wird. Was aber die menschliche Kultur einzigartig macht, ist, dass sie über Generationen hinweg ein gemeinsames Bewusstsein aufrechterhält. So wird eine neue Art von Lernprozessen möglich, die das rasend schnelle Tempo der menschlichen Entwicklung erklären hilft.

Vereinfacht gesagt: Eine Generation erfindet einen Faustkeil, die nächste verbessert ihn, die dritte bindet ihn mit Lianen an einen Stock, die vierte bohrt ein Loch hinein und steckt den Stock dort hindurch – fertig ist die erste Axt. Natürlich sind Rückschläge häufig, aber dennoch entsteht hier etwas prinzipiell Neues, es ist eine zielgerichtete Verbesserung über Generationen hinweg. In der biologischen Evolution und im ganzen Tierreich gibt es dieses Phänomen nicht.

2. Sprache

Die Entstehung der Sprache wird man sich ähnlich vorstellen dürfen: Aus einfachen Gesten und Lauten haben sich immer komplexere Ausdrucksmöglichkeiten entwickelt, weil das Erreichte bewahrt wurde und so auf seiner Basis Weiterentwicklungen möglich waren. Gesten – vor allem Zeigegesten – spielen dabei eine zentrale Rolle.

Michael Tomasello hat die Gesten von Menschenaffen und jene von kleinen Kindern systematisch miteinander verglichen und kommt zu einem interessanten Ergebnis: Menschenaffen verwenden Gesten, um Aufmerksamkeit zu erregen oder um anzudeuten, was sie wollen beziehungsweise was geschehen soll. Das machen auch kleine Kinder, wenn sie zum Beispiel ihre Ärmchen hochstrecken, um auf den Arm genommen zu werden. Um das erste Lebensjahr herum beginnen Menschenkinder aber auch mit etwas, das Affen niemals tun: Sie zeigen auf Gegenstände, um sie mit anderen zu teilen, ein gemeinsames Bewusstsein zu erzeugen. Wer schon einmal einen Spaziergang mit einem kleinen Kind unternommen hat, weiß, was gemeint ist: Vor lauter „Guck mal“ kommt man nicht weit.

Kinder üben sich durch Zeigen in eine geteilte Wirklichkeit ein. Ihr individueller Geist erweitert sich, indem Objekte für „uns“ gemeinsam da sind. Und diese Objekte müssen nicht begehrt werden. Der Vollmond ist zum Beispiel etwas, das kleine Kinder gerne staunend ihren Eltern zeigen.

3. Objektivität

Der Objektbezug ist auch ein Merkmal tierischer Kommunikation. Wenn Grüne Meerkatzen zum Beispiel einen meckernden Ruf ausstoßen, verweist dieser auf eine Schlange. Und wenn eine heimgekehrte Biene im Stock den Bienentanz aufführt, bezieht sich ihr Tanz auf ein ganz bestimmtes Objekt, die Futterquelle, deren Richtung, Entfernung und Ergiebigkeit angezeigt werden. Was in diesen geistigen Leistungen von Tieren aber fehlt, ist die Unterscheidung zwischen dem Objekt selbst und seiner Bedeutung für das Tier. Im Alarmruf der Meerkatzen und so weiter bilden Objekt und angemessenes Verhalten eine Einheit – in diesem Fall: auf zwei Beine stellen und nach einer Schlange Ausschau halten. Menschenkinder hingegen lernen im gemeinsamen Bewusstsein, die eigene Perspektive und die Sache selbst zu unterscheiden. Dieses Verständnis für Objektivität ist die Voraussetzung für Denken im engeren Sinn, also für Urteilen und Reflektieren.

4. Normativität

Die Idee von Normativität hängt mit der Objektivität eng zusammen: Man kann die gemeinsame Sprache immer richtig oder falsch verwenden, und man kann richtig oder falsch denken. Man erinnere sich an das Experiment mit der black box: Für die Kinder ging es dabei anders als für die Schimpansen um eine Situation, in der sie es richtig machen wollten. Menschen entwickeln schon früh ein Bewusstsein für solche normativen Strukturen, die für eine Gruppe verbindlich sind. Schon im Kindergartenalter befolgen sie nicht nur Normen, sie achten sogar darauf, dass andere das auch tun.

Kultur, Sprache, Objektivität und Normativität sind Facetten des menschlichen Denkens, wie es durch ein gemeinsames Bewusstsein erst möglich wird. Menschen können deshalb nachdenken, also ihren Geist kritisch auf sich selbst richten: Ist das wirklich so? War es jetzt richtig, das zu tun? Welche Alternativen gibt es? Solche Fragen können nur sie sich stellen. Und die menschliche Lebensform ist durchgängig dadurch bestimmt.

Nachdenken zu können bedeutet, sich in diesem gemeinsamen kulturellen Bewusstsein zu bewegen und die persönliche Perspektive an allgemeineren Maßstäben zu messen. Darin liegt ein prinzipieller Unterschied zu allen anderen Lebewesen, eine „Sonderstellung“ des Menschen, wenn man es so nennen will. Wissenschaft, Religion, Moral, Kunst – all das ist ohne gemeinsames Bewusstsein und Nachdenken unmöglich. Und es ist der Grund dafür, dass Menschen Bücher über Tiere, Tiere aber keine Bücher über Menschen schreiben.

Darüber sollte man aber nicht übersehen, wie tief wir mit den Tieren verbunden sind. Mensch und Tier sind Lebewesen – darauf angewiesen, sich mit ihrer Umgebung auszutauschen, Nahrung, Schutz und, bei höheren Tieren, Zuneigung und Anerkennung in der Gruppe zu finden. Dazu brauchen beide Intelligenz, und auf dieser Ebene gibt es keinen entscheidenden Unterschied zwischen „uns“ und „ihnen“. Menschen und Tiere leiden, wenn ihre Lebensbedürfnisse nicht erfüllt werden, und es geht ihnen gut, wenn das Umgekehrte zutrifft. Denken ist evolutionär entstanden, weil es dem Organismus bei der Erfüllung seiner Bedürfnisse hilft – dabei, in einer komplizierten und unsicheren Welt zurechtzukommen. Und menschliches Nachdenken setzt tierische Intelligenz voraus.

Es ist deshalb erstaunlich, dass die Vorstellung, Tiere seien geistlose Wesen, so lange vorgeherrscht hat. Das hängt sicherlich auch damit zusammen, dass sie eher verzehrt oder als Arbeitstiere genutzt wurden, was das Interesse an der Erforschung ihrer geistigen Fähigkeiten nicht gerade gesteigert hat – man denke an die sprichwörtliche „dumme Kuh“. Etwas polemisch gesagt: Als Nahrung, Transport- und Antriebsmittel in der Landwirtschaft konnten Tiere gar nicht geistlos genug erscheinen – das vereinfachte die Tierhaltung.

Hinzu kommt, dass die europäische Kultur erst ab dem 19. Jahrhundert überhaupt systematisch Kenntnisse über die geistigen Fähigkeiten von Menschenaffen sammeln konnte, den uns nächsten Verwandten im Tierreich. Einen Durchbruch bildeten dann die Forschungen von Jane Goodall und Dian Fossey seit der Mitte des 20. Jahrhunderts. In der Öffentlichkeit verlor die Vorstellung, dass es sich bei Menschenaffen um geist- und rechtlose Wesen handeln solle, damit rasch an Überzeugungskraft. Seit ungefähr einem halben Jahrhundert erforscht nun die Kognitionswissenschaft die geistigen Leistungen verschiedener Tierarten intensiv und hat dabei die erstaunlichsten Entdeckungen gemacht. Weitere Überraschungen sind zu erwarten.

Zusammen mit der grundsätzlichen Einsicht, dass Menschen und Tiere im selben Evolutionsprozess entstanden sind, hat diese Entwicklung Positionen begünstigt, in denen die tiefgreifenden Unterschiede zwischen „uns“ und „ihnen“ weitgehend eingeebnet werden. Aus einem qualitativen Unterschied wird so ein bloß quantitativer. Dem muss man entgegentreten, indem man zwischen Denken und Nachdenken unterscheidet und herausstellt, wie einzigartig die kulturelle Lebensform ist, die aus dem geteilten Bewusstsein des Menschen hervorgegangen ist.

Wir sollten die verschiedenartigen Intelligenzen bewundern, die verschiedene Tierarten in ihren ökologischen Nischen entwickelt haben. Wir sollten unsere Gemeinsamkeit mit ihnen als bedürftige und leidensfähige Lebewesen anerkennen und unser Verhalten gegenüber Tieren daran ausrichten. Aber wir sollten auch nicht vergessen, dass der menschliche Geist und das menschliche Denken einzigartig sind.

Matthias Jung, Jahrgang 1960, ist seit 2010 Professor für philosophische Ethik und Rechtsphilosophie am Institut für Kulturwissenschaft an der Universität Koblenz-Landau.

Literatur

Juliane Bräuer: Klüger als wir denken: Wozu Tiere fähig sind. Springer Spektrum, Berlin 2014

Reinhard Brandt: Können Tiere denken? Ein Beitrag zur Tierphilosophie. Suhrkamp, Frankfurt a.M. 2009

Michael Tomasello: Eine Naturgeschichte des menschlichen Denkens. Suhrkamp, Berlin 2014

Den kompletten Artikel können Sie bei uns kaufen oder freischalten.

Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 11/2017: Selbstsabotage
file_download print

News

Leben
Menschen, die glauben, sie hätten etwas Besseres verdient als andere, bezahlen ihre Einstellung unter Umständen mit bestimmten psychologischen Risiken.
Leben
Wie können wir uns den Start in einen neuen Lebensabschnitt erleichtern? Indem wir das, was bald hinter uns liegen wird, auf eine gute Art verabschieden.
Gesundheit
Wenn Patienten ihre Krankheit zeichnen.