Tierisch klug

Viele Tiere können viel mehr, als wir ihnen bislang zugetraut haben. Erst allmählich beginnt die Kognitionswissenschaft herauszufinden, wie weitreichend ihre geistigen Fähigkeiten sind. Was bedeutet das? Löst sich der prinzipielle Unterschied zwischen Mensch und Tier langsam auf?

Tierisch klug

Viele Tiere können viel mehr, als wir ihnen bislang zugetraut haben. Erst allmählich beginnt die Kognitionswissenschaft herauszufinden, wie weitreichend ihre geistigen Fähigkeiten sind. Was bedeutet das? Löst sich der prinzipielle Unterschied zwischen Mensch und Tier langsam auf?

Tiere sind erstaunlich klug. Zahlreiche Arten verfügen über verblüffende geistige Fähigkeiten, die erst langsam entdeckt werden. Und es gibt nur einen einzigen Grund für diese späte Entdeckung: Viele Jahrhunderte lang hat man Tieren einfach nichts zugetraut. Einige Beispiele für tierische Klugheit: Schimpansen haben eine Idee davon, was im Kopf ihrer Artgenossen vor sich geht, und sie verfügen ansatzweise über ein Verständnis von Ursache-Wirkung-Zusammenhängen. Auch Krähen sind besonders intelligente Tiere. Sie nutzen zum Beispiel Drähte, die sie gezielt verbiegen, um an Futter zu kommen. Eichhörnchen legen systematisch Vorräte an. Grüne Meerkatzen verwenden drei verschiedene Alarmrufe, um vor Leoparden, Schlangen und Adlern zu warnen; jeder Alarmruf löst dabei ein unterschiedliches Verhalten aus. Viele Menschenaffen gebrauchen Gesten, um zu kommunizieren, und sie können in einem erstaunlichen Maß Zeichensprache erlernen und verwenden.

Tierische Kognition ist ein faszinierendes Forschungsfeld, das sich schnell weiterentwickelt. Jeden Tag entdecken Kognitionswissenschaftler und Verhaltensforscher neue Fähigkeiten dort, wo man sie kaum vermutet hätte. Hätten Sie gedacht, dass frisch geschlüpfte Hühnerküken einfache...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 11/2017: Selbstsabotage
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