Immer alles sofort

Präkrastination bezeichnet den Drang, alles auf der Stelle zu erledigen. Das klingt erst mal verführerisch, hat aber seine Tücken.

Lieber sofort handeln, als in Ruhe nachzudenken – Präkrastination verursacht bei Betroffenen deutliches Leid ©Leandro Alzate

Immer alles sofort

Manche Menschen schieben unangenehme Aufgaben immer wieder auf. Diese sogenannte Prokrastination gilt als Todsünde im Selbstmanagement. Doch nun rückt ihr Gegenpart, die Präkrastination in den Fokus der Forschung: Denn auch der Drang, alles sofort zu erledigen, hat massive Nachteile

Über Jahre glaubte Adam Grant, dass man alle wichtigen Dinge früh erledigen sollte. „Meine Doktorarbeit“, schreibt der Psychologieprofessor von der University of Pennsylvania in einer Kolumne in der New York Times, „reichte ich zwei Jahre früher als notwendig ein. Als Student fertigte ich Seminararbeiten Wochen im Voraus an, und meine Abschlussarbeit beendete ich vier Monate vor dem Stichtag. Meine Zimmergenossen witzelten, ich habe eine produktive Art von Zwangsstörung. [In der Tat] haben Psychologen einen Terminus für mein Leiden geprägt: Präkrastination.“ Damit sei der Drang gemeint, erklärt Grant, eine Aufgabe sofort anzufangen und so schnell wie möglich abzuschließen.

Bislang hat man sich in der Psychologie vornehmlich mit dem gegenteiligen Verhalten, der Prokrastination befasst: Man schiebt eine anstehende...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 12/2018: Der Ex-Faktor
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