Ein sehr eigenes Sterben

Therapiestunde: Ein Patient versucht mit sehr eigenen Entscheidungen, am Ende seines Lebens die Kontrolle zu behalten.

Ein Mann steht mit einem Rechen im oberen Teil einer Sanduhr und schiebt Sand durch die Öffnung, und darunter fällt der Sand auf ein Grab mit Grabstein
Den Tod beschleunigen – und auf diese Weise die Kontrolle über ihn behalten. © Michel Streich

Thomas ist tot. Ein paar Jahre mehr als sechzig ist er geworden. Sein Sterben hat lange gedauert, zu viel Zeit brauchte es, bis sein massiver Körper in die Knie gezwungen war. Sein Herz war noch so jung, sagt man wohl und meint dabei doch auch, dass noch so viel ungelebtes Leben in ihm war, von dem er in seinem Sterben Abschied nehmen musste. Über eine entfernte Bekannte hatte er vor Jahren zu mir gefunden. Seine großmütige Art und sein Humor, der eine ­kleine männerbündelnde Seite…

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 10/2020: Die Macht des Selbstbilds
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