Zeitfragen: Wie wollen wir arbeiten?

Dossier Beruf & Leben: Immer mehr Menschen wünschen sich, weniger oder zumindest flexibler zu arbeiten. Doch tut uns das wirklich gut?

Nicht nur für Unternehmen können flexible Formen der Arbeit zum Problem werden. ©Julia Schwarz

Im Jahre 1928 dachte der britische Ökonom John Maynard Keynes darüber nach, wie viel seine Enkel wohl würden arbeiten müssen. Er rechnete die steigende Produktivität der Wirtschaft hoch und kam auf maximal 15 Stunden pro Woche. Zum ersten Mal seit seiner Erschaffung werde der Mensch dann vor die Frage gestellt, wie er seine Freiheit von drückenden wirtschaftlichen Sorgen verwenden und seine Freizeit ausfüllen könne, um weise, angenehm und gut zu leben, sinnierte Keynes damals.

Heute füllen Berichte über immer intelligentere Maschinen, die uns immer mehr Arbeit abnehmen können, die Medien. Die Verwirklichung von Keynes’ Vision ist jedoch auch in der Generation seiner Urenkel nicht in Sicht.

Die Zahl der durchschnittlich gearbeiteten Stunden pro Jahr in Deutschland ist seit den 1960er Jahren zwar kontinuierlich rückläufig. Nach einer Arbeitszeitbefragung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) arbeiten Vollzeitbeschäftigte in Deutschland aber immer noch im Mittel 43,4 Stunden in der Woche. Das sind knapp fünf Stunden mehr als die im Durchschnitt vertraglich vereinbarten 38,6 Stunden.

Was ist eine gute Arbeitszeit?

Dennoch scheint die Arbeitswelt im Umbruch: Noch nie standen so viele Menschen – und vor allem so viele Frauen – in einem Arbeitsverhältnis, und noch nie arbeiteten so viele Menschen in Teilzeit. Arbeitgeber wie Arbeitnehmer drängen auf mehr Flexibilität. Für Erstere...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 4/2019: Die Kraft des Atmens
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