Schwierige Kinder

Schwierige Kinder zu erziehen kann für Eltern eine große Herausforderung sein. Eine Langzeitstudie zeigt, welche Maßnahmen helfen und welche nicht.

Manche Kinder sind egoistischer, aggressiver, impulsiver und unempathischer als andere. Sie zu erziehen ist für ihre Eltern eine Herausforderung, denn ausschließlich mit Verständnis kommen sie nicht weiter. Psychologinnen und ein Psychologe haben erstmals anhand von Längsschnittdaten untersucht, mit welchen Disziplinierungsmaßnahmen Mütter von schwierigen Kindern über zehn Jahre hinweg versuchten, damit umzugehen, und festgestellt: Verbale Disziplinierung, die unerwünschtes Verhalten korrigieren sollte, ging damit einher, dass die Kinder im Lauf der Zeit reifer wurden und sie die negativen Eigenschaften nicht mehr so stark zeigten.

Dies galt aber nicht für körperliche Strafen. Sie führten im Gegenteil dazu, dass das negative Verhalten sich über die Jahre verstärkte. Erstmals ließ sich laut den Autorinnen und dem Autor belegen, dass es Kinder gibt, die mehrere der untersuchten dark traits in sich vereinen, nämlich erhöhte Aggressivität, Narzissmus, Dominanz, Impulsivität, Empathiemangel sowie Widersetzlichkeit. Solche Eigenschaften sind in gewissem Umfang angeboren. Möglich ist also, dass auch die Eltern sie in sich tragen.

Barbara De Clercq u.a.: Positive and harmful effects of parental disciplinary tactics on dark trait development throughout childhood and adolescence. Personality Disorders: Theory, Research, and Treatment, 2021. DOI: 10.1037/per0000490

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 9/2021: Erfüllter leben
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