Sex im Kopf

Paar- und Sexualtherapeutin Angelika Eck zeigt in „Sexuelle Fantasien in der Therapie“, wie diese den therapeutischen Prozess zugänglich machen.

Unsere sexuellen Fantasien sind Ausdruck unserer individuellen Menschlichkeit. Sie spiegeln unsere Geschichte und unseren persönlichen Umgang mit Lust und Körperlichkeit wider. Oft sind sie ein Lösungsversuch für innerpsychische Spannungen, etwa wenn wir uns unserer sexuellen Attraktivität unsicher sind und wir in der Fantasie sexuell begehrt werden. Die Karlsruher Paar- und Sexualtherapeutin Angelika Eck zeigt in Sexuelle Fantasien in der Therapie, wie diese einen fruchtbaren Zugang für den therapeutischen Prozess darstellen können.

Eck bietet Hilfestellung, wie psychotherapeutisch und beraterisch Tätige eine bewertungsfreie, respektvolle und nicht voyeuristische Haltung zu diesem intimen und in vielen Psychotherapien oft ausgesparten Thema finden können. Sie gibt einen kurzen Überblick darüber, was sexuelle Fantasien sind und wie sich therapeutisch damit umgehen lässt, wenn Menschen ihre sexuellen Fantasien als befremdlich erleben. Das Thema der Pornografie wird von ihr hier als „reizgestützte Fantasie“ verstanden und so für den therapeutischen Prozess nutzbar.

Zahlreiche kurze Fallvignetten bieten einen plastischen Einblick in die praktische Arbeit mit sexuellen Fantasien. Das kurze Buch wendet sich vornehmlich an psychotherapeutisch und beraterisch Tätige, die einen Einstieg in das Thema suchen. Die zugängliche Sprache macht es aber auch für interessierte Laien lesbar, die durch ihre sexuellen Fantasien mehr über sich selbst erfahren wollen.

Angelika Eck: Sexuelle Fantasien in der Therapie. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2020, 101 S., € 12,–

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 2/2021: Raus aus alten Mustern
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