Hauptsache, es hilft

Es gibt verschiedene Techniken, mit denen wir unsere schlechte Laune aufbessern können. Welche wir dann wirklich anwenden, ist gar nicht so wichtig.

Schlechte Nachrichten, die mich runterziehen – wie kann ich meine Laune danach wieder verbessern? Achtsamkeit könnte helfen oder die Möglichkeit, anders über die Neuigkeit zu denken. Eine Studie zeigte nun: Die Technik an sich ist nicht so wichtig, es kommt darauf an, wie sie inhaltlich „gerahmt“ wird: Sind wir selbst überzeugt, dass wir eine psychologische Fertigkeit gut beherrschen, dann hilft sie uns auch.

Zunächst füllten 600 junge Probandinnen und Probanden einen Fragebogen aus, in dem es um ihre Emotionsregulierung ging. Später sagte man ihnen, dass sie nun entweder eine kleine Achtsamkeitsübung oder ein Denktraining erlernen würden, je nachdem was sie aufgrund der Ergebnisse des Fragebogens am besten beherrschten.

Was ich kann, das bringt mir was

Mit trauriger Musik und der Aufforderung, an den Tod einer bekannten Person zu denken, trübten die Forscherinnen und Forscher die Stimmung der Studierenden und teilten sie dann nach dem Zufallsprinzip einer der beiden Techniken zu. Ergebnis: Die Studierenden konnten die traurigen Gedanken mit derjenigen Technik am besten vertreiben, die ihnen als ihre Stärke mitgeteilt worden war.

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute Compact 77: Innere Ruhe
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