Im Fokus: Stressfaktor Wohnen

Der Stadtsoziologe Andrej Holm über die Furcht vor dem Wohnungsverlust und das Gefühl, sich im eigenen Kiez fremd zu fühlen.

Eine Frau sitzt einsam in einer Stadtwohnung an ihrem Laptop am Fenster in einem Erker
Steigende Mieten nicht mehr bezahlen zu können empfinden Betroffene oft als eigenes Versagen und schämen sich dafür. © Rene Zieger/OSTKREUZ

Herr Holm, 2020 mussten die Studie­renden in Hamburg für ein WG-Zimmer fast 600 Euro im Monat bezahlen – das sind 100 Euro mehr als im Vorjahr. Die Wohnungs- und Hauspreise werden laut einer Immowelt-Prognose bis 2030 im deutschlandweiten Schnitt um die Hälfte steigen. Für viele Menschen scheint Wohnen zunehmend unerschwinglich zu werden. Stimmt dieser Eindruck?

Auf dem Land sicher nicht, das Problem betrifft vor allem die Metropolen und Regionen, deren Einwohnerzahl gerade stark wächst.…

Sie wollen den ganzen Artikel downloaden? Mit der PH+-Flatrate haben Sie unbegrenzten Zugriff auf über 2.000 Artikel. Jetzt bestellen

Artikel zum Thema
Leben
Die Nachbarn: Sie leihen uns Eier und nehmen die Post an. Über eine Beziehung zwischen Unterstützung und sozialer Kontrolle.
Gesellschaft
Die Art des Wohnraums begünstigt oder hemmt Emanzipation. Annette Harth erzählt, wie sich die Wohnweise ostdeutscher Frauen durch den Mauerfall verändert hat
Leben
Jeder Mensch hat ein Anrecht auf einen Ort, an dem er gesund und sicher leben und sich wohlfühlen kann. Doch was braucht es zum Wohlfühlen? Gar nicht so…
Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 7/2021: Sich von Schuldgefühlen befreien
Anzeige
Psychologie Heute Compact 74: Depressionen bewältigen