Dann ist es eben so

Wir alle haben unerfreuliche Gedanken und Gefühle. Wenn wir das akzeptieren, dann geht es uns besser.

Ob wir gereizt sind oder traurig: Unerfreuliche Gefühle und Gedanken sind unvermeidbar und wir sollten sie akzeptieren – das fördert die seelische Gesundheit. So das Resultat von drei Studien mit rund 1300 Freiwilligen.

Die Psychologinnen und Psychologen stellten zunächst bei einer Befragung fest, dass es generell gesünder ist, eigene Gefühle und Gedanken anzunehmen, positive wie negative, als dies nicht zu tun. Außerdem brachten sie Versuchspersonen im Labor in eine Stresssituation und erfassten die emotionalen Reaktionen darauf. Sie fielen bei denjenigen weniger intensiv aus, die bei der Akzeptanzmessung hohe Werte erzielt hatten.

Negative Emotionen nicht verurteilen

Mehr als 200 Frauen und Männer nahmen an der dritten Studie teil. Sie notierten in einem Tagebuch zwei Wochen lang ihre alltäglichen Ereignisse und jeweils zwölf negative sowie vier positive Emotionen. Sechs Monate später erhoben die Psychologinnen und Psychologen, wie es um das seelische Wohlbefinden der Teilnehmer und Teilnehmerinnen bestellt war. Es zeigte sich erneut, dass es denjeni­gen, die unerfreuliche Gefühle hinnahmen und nicht bewerteten, psychisch deutlich besser ging als den anderen, die ihre negativen Emotionen verurteilten.

Artikel zum Thema
Leben
Warum es unserer Psyche guttut, unerfreuliche Gefühle und Gedanken anzunehmen statt sie abzuwehren.
Leben
Der Psychologe Joseph Forgas ist überzeugt: Um ein zufriedenes Leben führen zu können, sollte man auch negativen Emotionen einen Platz einräumen.
Leben
„Das Glück wohnt neben dem Großhirn“ heißt das Buch von Jeanne Rubner und Peter Falkai. Sie meinen: Glück ist vor allem ein Ergebnis unseres Denkens.
Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute Compact 77: Innere Ruhe
Anzeige
Anzeige