Im Dialog mit der Verstorbenen

Alte Menschen brauchen und wollen keine Psychotherapie – außerdem hilft sie ihnen nicht. Falsch! Eva-Marie Kessler über einen Fall aus ihrer Praxis

Eine alte Frau hält ein altes schwarz-weiß Foto in der Hand und denkt an einen toten geliebten Menschen
Die Wahrscheinlichkeit seinen Liebsten zu verlieren, steigt mit dem Alter. Das macht es jedoch nicht einfacher damit umzugehen. Psychotherapie kann helfen. © EllenaZ/Getty Images

Ein 85-jähriger Patient litt stark unter dem Tod seiner Partnerin, die er seit seinem 17. Lebensjahr gekannt hatte. Sie sei „Geliebte, beste Freundin, Mutter meiner zwei Kinder, Helferin und Kollegin“ für ihn gewesen. Er weine häufig abrupt, was ihm in der Öffentlichkeit peinlich sei, aber er könne es nicht steuern. Immer wieder fühle er sich schuldig, wenn er daran denke, dass er seine Frau im Krankenhaus habe allein und voller Angst sterben lassen (obwohl es nicht seine Schuld war –…

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 7/2023: Dinge weniger persönlich nehmen
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Psychologie Heute Compact 75: Selbstfürsorge