Über früher

Historikerin Annette Kehnel spürt den Gründen nach, warum wir das Vergangene mal nostalgisch verklären, mal schablonenhaft dämonisieren.

Die Historikerin Annette Kehnel steht an einem Säuleneingang an einem alten Gebäude und lächelt
Nostalgie ist wichtig. Erinnerung an früher hilft uns, Durststrecken zu überwinden. © Andreas Reeg

Um fünf Uhr früh, als es noch dunkel war, brachen wir auf. Regelmäßig, einmal im Jahr, am Ersten Mai. Schlichen leise aus dem Haus, vorbei an Rathaus und Dorfbäckerei. Vorbei an Kindergarten und Friedhof, vom Hugsbrunnen hinauf zu den alten Kirschbäumen auf dem Zimmerplatz und von dort in den Wald, der uns in seinem morgengrauen Mantel willkommen hieß. Über den Teppich aus holprigen Zweigen, Moos und Steinen, auf We­gen mit Namen wie Buhloch, Steckhalde oder Ehrlinshardt immer weiter…

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 4/2022: Das Leben leicht machen
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Psychologie Heute Compact 76: Menschen lesen