Keine Sorge?! Angst und Arbeit

​Dossier Beruf & Leben: Viele Menschen haben am Arbeitsplatz mit Ängsten zu kämpfen. Wann wird die Angst zum Hindernis? Und was können Betroffene tun?

Die Illustration zeigt einen Mann am Tisch mit Computer, der ängstlich hinter sich schaut auf eine schwarze Welle
Angst kann das Arbeitsleben stark behindern, doch man kann sie auch beherrschen lernen. © Katharina Bourjau

Achim Pankow* ist ein begabter Designer. Bereits im Studium gewann der heute 40-Jährige Preise für seine Arbeiten. Sein Professor bot ihm eine Stelle als Assistent an, es folgten Stationen in namhaften Unternehmen, mehrere Patente. Jeden Job, um den er sich bewarb, bekam er. Ein Mann, der in seinem Traumberuf Karriere macht, könnte man meinen. Pankow selbst sieht das ganz anders. „Mein Beruf macht mir keinen Spaß mehr. Jeden Tag quäle ich mich ins Büro. Ich muss etwas verändern“, sagt er. Von der Zusammenarbeit mit Madeleine Leitner erhofft er sich neue Impulse für seine Karriere.

Die Münchner Diplompsychologin und Psychotherapeutin ist Expertin für berufliche Potenzialanalysen und Karriereberatung. In ihrer Beratung beleuchtet sie neben den beruflichen ­Aspekten auch die Psyche und Biografie ihrer Klienten. „Nur so lassen sich die tiefen Ursachen für Blockaden ergründen“, sagt Leitner. Immer häufiger erlebt sie derzeit, dass Menschen zu ihr in die Beratung kommen, die vordergründig unzufrieden mit dem Job sind. Beim genaueren Hinsehen verbergen sich dahinter oft Ängste. Häufig seien es Mobbing- und Ausgrenzungserfahrungen in der Kindheit oder extrem ängstliche oder abwertende Eltern, die den Grundstein für tiefgehende Sorgen legen, die sich später auch am Arbeitsplatz zeigen, so die Psychologin.

Frühe Erfahrungen wirken nach

Achim Pankow erzählt, er sei ein guter Schüler und begabter Sportler gewesen, außerdem schon früh ein guter und leidenschaftlicher Sänger. Seine Eltern unterstützten ihn in seinen Talenten. Doch in dem kleinen Ort, in dem er aufwuchs, war Herausstechen...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 1/2019: Stille
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