Warten tut weh

Kein Arztbesuch ohne Warten. Was passiert dabei mit uns? Welchen Einfluss hat die Umgebung? Tanja C. Vollmer über die Psychologie des Wartezimmers.

Blaue Plastikstühle stehen im Warteraum eines Arztes vor einer tristen grauen Wand
Greifbare Anspannung und unangenehme Stille – das Wartezimmer © Benjamin Rondel/Getty Images

„Bitte warten Sie. Die Ärztin wird Sie aufrufen.“ Ohnmacht, Unverständnis. „Ich bin doch pünktlich, wieso muss ich warten?“ Negative Gefühle machen sich breit. „Miese Terminplanung. Jedes Mal dasselbe.“ Kontrollverlust, Fremdbestimmung. Die Stimmung wird mit jeder Minute schlechter, die wir im Warteraum ausharren. Das Gefühl, abhängig und ausgebremst zu sein, kennen wir aus Kindertagen: „Warte, bis alle aufgegessen haben.“ „Warte, bis Mutti zurück ist.“ Als Erwachsene kratzt Warten an…

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 1/2021: Sehnsucht nach Verbundenheit
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