Psychologie Heute 7/2019: Werden, wer ich bin

Psychologie Heute 7/2019: Werden, wer ich bin

"Dies über alles: Sei dir selbst treu", ruft uns Shakespeare in seinem Hamlet entgegen. Zerknirscht möchten wir auf den Boden blicken, wissend, dass wir dieser Aufforderung nicht immer genügen; dass es oft bei dem hehren Vorsatz bleibt: man selbst sein, das eigene Leben leben. Der Schriftsteller Ödön von Horváth hallt da in unserem Kopf: "Ich bin nämlich eigentlich ganz anders, aber ich komme nur so selten dazu." Dabei lohnt es sich: Menschen, die ihr Leben als sinnvoll und authentisch bewerten, haben einen stabileren Selbstwert, ein höheres Wohlbefinden, eine größere Lebenszufriedenheit, erfüllendere Beziehungen, außerdem weniger Angst, weniger Aggressionen und weniger depressive Symptome. Wie wir den richtigen Zugang zu uns selbst finden: über große Kehrtwenden und kleine Veränderungen.

- Glück: Wie Wörter unser Wohlbefinden beeinflussen
- Krisen: Nahtstellen zu einer neuen Lebensphase
- Pick-Up Artists: Ein Sozialpsychologe über die Szene
- Beruf: Gut älter werden

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Themen in diesem Heft

  • Erst gibt es unendlich viele Möglichkeiten, dann Kompromisse und irgendwann fragen wir uns: Lebe ich authentisch? So wie es mir entspricht?
  • ​Wie ist man als Mensch im digitalen Zeitalter authentisch? Kulturwissenschaftler Wolfgang Ullrich über den Zusammenhang zwischen Selfies und dem wahren Selbst
  • Manche Menschen überkommt Angst, wenn sie Löcher im Käse oder Knöpfe sehen. Therapieren lassen sich solche Phobien leicht. Doch woher kommen sie?
  • Jugendliche und Gendertheoretiker rütteln an einer Gewissheit: Dass jemand entweder ein Mann ist oder eine Frau. Was sagt die Psychologie dazu?
  • Pick-up-Artists locken möglichst viele Frauen ins Bett und haben Verbindungen zum Rechtsextremismus. Der Psychologe Rolf Pohl über eine gefährliche Szene.
  • Krisen lassen sich nicht verhindern. Aber wir können dafür sorgen, dass sie uns nicht zu sehr beuteln. Und in manchen steckt eine wichtige Aufgabe.
  • Als Kind wurde sie von ihm geschlagen, heute braucht ihr demenzkranker Vater ihre Hilfe. Frau H. will ihm verzeihen, aber wie kann das gehen?
  • Dossier Beruf & Leben: Wir sollen länger arbeiten – bis 67, mindestens. Aber wie bleibt man gesund und motiviert im Job? Und was können Betriebe dafür tun?
  • Neid gilt als böse, dabei kann er positive Entwicklungen anstoßen. Psychoanalytiker Eckehard Pioch über ein schambesetztes und zweischneidiges Gefühl.
  • Frauen leiden weniger an einer Abtreibung als an der daraus folgenden Stigmatisierung, meint Erica Millar in ihrem Buch "Happy Abortions".
  • Der Psychologe Tim Lomas sammelt unübersetzbare Vokabeln aus Kulturen rund um den Globus. Ein Interview über fremde Seelenlandschaften.
  • "Die psychotische Gesellschaft" heißt Ariadne von Schirachs Buch über die Folgen einer durchökonomisierten Welt. Mangelnde Aufmerksamkeit ist nur eine davon
  • Warum die meisten Menschen lieber irgendetwas tun, als Gedanken nachzugehen – selbst wenn die angenehm sind.
  • Als die Steinzeitmenschen zum Ackerbau übergingen, entwickelten sie einen Überbiss: Ein wichtiges Werkzeug für unsere heutige Sprache.
  • Mit dem Alter ändert sich unser Zeitempfinden. Das könnte an den Nervenzellen liegen.
  • In dem Buch "Wer wir sind" versuchen Jana Hensel und Wolfgang Engler die Identität der Ostdeutschen zu ergründen.
  • Prahlen, jemanden beschuldigen, sich entschuldigen oder bedanken sind Kommunikationswerkzeuge mit denen wir weit mehr sagen, als offensichtlich wird.
  • Obwohl jeder Einzelne wenig weiß, kommt er irgendwie zurecht. Ein Buch erklärt das mit einem Kollektivgedächtnis, ähnlich wie bei manchen Insekten.

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