Perfektionistische Eltern: Zu viel des Guten

„Ich möchte doch nur das Beste für dich!“ Sind Eltern in ihrer Erziehung perfektionistisch, kann das langfristig schaden, wie eine Studie zeigt.

Mütter oder Väter, die sehr hohe Maßstäbe an die Erziehung und den Erfolg ihrer Kinder anlegen, tun weder sich selbst noch den Kindern etwas Gutes. Sie widmen ihren Kindern viel Aufmerksamkeit, nehmen ihnen viel ab und entscheiden oft für sie. Das schadet längerfristig dem Wohlbefinden aller Beteiligten, verstärkt Konflikte zwischen Familie und Arbeit und führt wohl auch zu vermehrten Meinungsverschiedenheiten zwischen den Eltern.

Dies legt eine Auswertung von Daten der Pairfam-Studie nahe. Die Forscherinnen wählten aus der Stichprobe 541 erwerbstätige Elternpaare mit mindestens einem Kind aus und analysierten die Ergebnisse von drei Messungen, die innerhalb von zwei Jahren erfolgt waren. Je stärker ausgeprägt das perfektionistische Verhalten der Eltern war, desto mehr sank das Wohlbefinden in den Familien und desto mehr kam es zu Konflikten zwischen Familie und Arbeit.

Quelle

Monique Mohr, Sabine Sonnentag: To be or not to be a perfect parent? How the striving for perfect parenting harms employed parents. Journal of Vocational Behavior, 2023. DOI: 10.1016/j.jvb.2023.103941

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: DAS DOSSIER Psychologie Heute: Perfektionismus
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