„Ich brauche zu lange, ich bin zu schlecht“

Eine Lehrerin berichtet, warum es kaum möglich ist, etwas zu lehren und zugleich alle Vorgaben einzuhalten, ohne in Stress zu geraten.

Kinder im Klassenraum werfen ausgelassen mit Papierbällen
Was tun, wenn Schulkinder unterschiedlichen Förderbedarf haben, aber für Lehrkräfte eine individuelle Betreuung nicht möglich ist? © skynesher/Getty Images

Ich bin Lehrerin, ich wollte nie etwas anderes sein, aber der Spagat zwischen dem, was ich leisten müsste, und dem, was ich leisten kann, hat mich fast in ein Burnout getrieben. Seit mehr als zehn Jahren unterrichte ich Mathematik an einer Gemeinschaftsschule in Berlin. In meiner Klasse sitzen aktuell 25 Schülerinnen und Schüler, etwa die Hälfte lebt von staatlicher Unterstützung. Das weiß ich, weil ihnen das Jobcenter die Klassenfahrten bezahlt.

Viele haben weder richtig Deutsch…

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 1/2023: Selbstmitgefühl
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