Halbes Hähnchen, ganzer Kerl

Männlichkeitsideale sind eng mit Fleischkonsum verknüpft. Was geschieht, wenn Fleischessen in die Kritik gerät, erklärt der Soziologe Martin Winter.

Die Illustration zeigt einen Ur-Mensch mit Keule in der Hand, der am Kugelgrill sich ein Stück Fleisch brät
© Martin Krusche für Psychologie Heute

Herr Winter, Emanzipation hin oder her: Wenn man sich im Sommer in Parks umschaut, stehen an den Grills meistens Männer, vor sich Würstchen und Steaks. Wie lässt sich dieses Phänomen erklären?

Das scheint tatsächlich bemerkenswert, denn traditionell gilt die Zubereitung von Essen eher als „Frauensache“. Beim Grillen geht es allerdings nicht primär darum, andere zu versorgen und Care-Arbeit zu leisten. Es handelt sich um eine außeralltägliche Situation, die es erlaubt, sich als etwas…

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 9/2022: Das Tempo der Liebe
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