Im Zwiespalt unterwegs

Wie frei will ich sein? Wer wandern geht, will aus dem Alltag ausbrechen. Zu wild darf es aber auch nicht sein. Über die Psychologie des Wanderwegs.

Zwei Wanderer laufen einen Weg an einem Berg hoch, umringt von Sträuchern und Nadelbäumen
© Thomas Barwick/Getty Images

Gehen bringt nicht nur Gedanken in Bewegung, sondern stärkt rundum das Selbstbewusstsein. Vorwärtskommen aus eigener Kraft! Das Tempo wird einem nicht aufgezwängt. Die Schritte geben Denken und Erleben Takt, mal im verträumten Schlendrian, mal kraftvoll dem Gipfel entgegen – ein Rhythmus, den man selbst bestimmt.

Von der „Ehre des Fußgehens“ berichtete Carl Julius Weber 1826 und zielte damit auf eine innere Würde des aufrechten Ganges. Auch Johann Gottfried Ebel hatte 1793 in seiner Anle…

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 9/2022: Das Tempo der Liebe
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