Das Selbst loslassen

Das Ich überwinden. Dieser buddhistische Rat wirkt beunruhigend. Dabei kann er hilfreich sein, erklärt die Psychotherapeutin Ulrike Anderssen-Reuster

Eine Frau mit wehenden langen Haaren sitzt mit bequemer Kleidung auf einem lila Yogakissen im Schneidersitz und hat die Augen geschlossen und macht mit den Händen das Mudra-Zeichen
Fokussierte Meditation kann uns helfen negative Aspekte unseres Ich-Denkens fallen zu lassen. © Christina Baeriswyl für Psychologie Heute

Viele Menschen verwechseln die Vorstellung, die sie von sich selbst haben, mit ihrem „Ich“, dem sie eine enorme Bedeutung zuschreiben. Im Gegensatz dazu betont der Buddhismus, dass es keine innere Instanz gebe, die man als Ich oder Selbst bezeichnen kann. Was bedeutet das für die therapeutische Arbeit?

Wir brauchen natürlich ein stabiles Ich-Gefühl, aber wir sollten nicht an starren Selbstbildern kleben. Die primäre Arbeit der Psychotherapie besteht darin, die Ich-Funktionen zu stärken.…

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