Psychologie Heute 8/2020: Emotional durchlässig

Wie wir uns vor den negativen Gefühlen anderer schützen

Ein Virus breitet sich aus – und mit ihm eine latente Atmosphäre der Bedrohung. In der Corona-Pandemie haben wir erlebt, wie stark wir emotional eingebunden sind, wie schnell und intensiv eine Stimmung auf uns überspringt. Manche Menschen sind dafür besonders empfänglich. Sie lassen sich leicht anstecken von den Gefühlen um sie herum, von der Angst und dem Ärger anderer Menschen oder von den schlechten Nachrichten aus aller Welt. Warum reagieren sie so sensibel? Und wie kann es ihnen gelingen, sich von Leid und emotionalen Turbulenzen abzugrenzen – und gerade dadurch anderen zugewandt zu bleiben?

- Klassentreffen: Über die Dynamik des Wiedersehens
- Ungewissheit: Kate Sweeny erforscht banges Warten
- Psychotherapie: Welche eignet sich, was erwartet mich?

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Themen in diesem Heft

  • In bewegten Zeiten wie diesen sind wir dünnhäutiger als sonst. Wie grenzen wir uns von Gefühlsturbulenzen ab – und bleiben gerade dadurch zugewandt?​
  • Oft verinnerlichen Homosexuelle die negative Einstellung, die ihnen entgegenschlägt. Der Psychotherapeut Udo Rauchfleisch erklärt, warum.
  • Kommt man mit Wissenschaft gegen „Bullshit“ an? ​Psychologen und Philosophen spüren dem Phänomen „Dummheit“ nach. ​
  • ​ Immer mehr Menschen möchten sich so ernähren, dass sie damit keinen Schaden anrichten. Warum es heutzutage so viel mit Moral zu tun hat, wie wir essen ​
  • Was ist eigentlich ein Persönlichkeitsstil? Prof. Dr. Rainer Sachse, Leiter des Bochumer Instituts für Psychologische Psychotherapie, im Interview.
  • ​Die Autoren, bekannt aus dem Podcast „Ist das normal?“ plädieren: Bei sich selbst bleiben hilft, zu erfahren, was einen sexuell glücklich macht. ​
  • Kolumnistin Mariana Leky kennt Camille seit ihrer Geburt. Sie ist pflegebedürftig – und dennoch überzeugt, dass andere ihre Hilfe dringender brauchen.
  • Benjamin Maack schreibt einen erschütternden literarischen Erfahrungsbericht über das Leben mit Depressionen. ​
  • Warum finden junge Menschen Kleidung mit rechten Symbolen gut? Das untersuchte die US-amerikanische Soziologin Cynthia Miller-Idriss.
  • Eine Trennung ohne Ansage, das sogenannte Ghosting, scheint besonders in noch sehr jungen Beziehungen häufiger zu werden. Was hat es damit auf sich? ​
  • Wir fühlen uns von negativen Persönlichkeitseigenschaften anderer angezogen – wenn wir diese in uns selbst erkennen. Das fand eine neue Studie heraus.
  • Zwei Bücher werden besprochen, die sich beide mit dem besten tierischen Freund des Menschen befassen, aber sonst wenig gemeinsam haben.​
  • Momentan weiß ich nicht mehr weiter. Vielleicht könnte eine Psychotherapie mir helfen. Aber wie fange ich das an? Und wie wird es mir dort ergehen?
  • Respekt und Anerkennung erfahren Menschen, die nur toleriert werden, nicht unbedingt. Welche Probleme es mit sich bringen kann, andere nur zu dulden.
  • Die körperlichen Beschwerden der Deutschen nahmen seit 1975 deutlich ab, berichtet eine Längsschnittstudie. Welche Faktoren dazu besonders beitragen.
  • Ein Klassentreffen ruft Erinnerungen hervor und fordert den Vergleich heraus. Das fällt schwer, lässt aber auch alte Konflikte neu bewerten.
  • Zum Lernen einer Fremdsprache müssen Sie nicht unbedingt Grammatik pauken: 5 ungewöhnliche Methoden zum angenehmeren Lernen.
  • Warten ist nicht angenehm – vor allem nicht die Ungewissheit vor dem Moment der Wahrheit. Kate Sweeny erforscht, wie sich die Sorge lindern lässt.
  • Knurren oder Summen kann den Vagusnerv stimulieren und so innerer Unruhe entgegenwirken. Das kann sogar bei der Traumabewältigung helfen.
  • Zwei Berufe, eine kleine Tochter – und eine Familientragödie: Ein Ehepaar ist sich abhandengekommen und sucht Hilfe beim Paartherapeuten.​
  • Wir tun alles, um unsere Welt beherrschbar zu machen. Und doch kann uns das Schicksal treffen. Medizinethiker Giovanni Maio über unseren Umgang damit.
  • Einen Rausch wie nach dem Konsum halluzinogener Drogen kann man auch mit Placebo erleben – wenn die Umgebung stimmt.