Schlaflose Nächte

Viele Menschen können sich nachts nicht erholen und fühlen sich tagsüber wie gerädert. Forscher erklären, wie wir mit dem richtigen Rhythmus zur Ruhe kommen

Die Illustration zeigt einen Mann, der schlaflos im Bett liegt. Das Kissen mit dem Oberkörper des Mannes zeigt ein waches Auge
Sanft schlummern? Um erholsam zu schlafen hilft es, auf bestimmte Rhythmen zu hören © Joni Majer

Ich werde oft viel zu früh wach, gegen drei oder vier Uhr. Ich kann dann nicht mehr einschlafen. Wenn ich wachliege, gehen mir alle möglichen Gedanken im Kopf herum, immer wieder, auch wenn ich mich bemühe, mich abzulenken. Manchmal, wenn ich dann auf die Uhr gucke, ist es fünf Uhr. Gerade in der Nacht auf Montag passiert mir das oft. Anschließend kann es mehrere Nächte so gehen. Nach so einer Phase fühle ich mich tagsüber völlig neben mir. Ich vergesse Dinge, bin einfach nur noch müde, kann mich nicht konzentrieren.“ (Christine, 53 Jahre)

Eine Stimme aus der Schar der vielen, die nachts nicht in den Schlaf finden, obwohl sie doch müde sind: Sie liegen wach, blicken auf die Uhr und geraten dadurch erst recht unter Druck. Denn sie stellen mit Schrecken fest, dass diese Nacht wieder einmal nicht die ersehnte Erholung bringen wird. Sie wissen, was das für den folgenden Tag bedeutet: Sie werden wieder müde sein, erschöpft, fahrig, sich durch den Tag schleppen. Manche fühlen sich regelrecht zerschlagen nach solchen Nächten. So kann ein Teufelskreis einsetzen: Wer sich nachts Sorgen um den Schlaf macht, zu grübeln beginnt, ob er den Anforderungen des Tages gewachsen sein wird, liegt länger wach und erholt sich kaum.

Übermüdung kann uns reizbar machen, misstrauisch oder schreckhaft. Sogar Wahrnehmungsstörungen sind möglich oder distanzloses Verhalten, so der Schlafforscher und Psychologe Jürgen Zulley. Die Sehnsucht nach gutem Schlaf ist also höchst verständlich. Sie steigt mit jeder nicht erholsamen...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 12/2018: Der Ex-Faktor
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